Wann macht eine Aufdachdämmung Sinn?

Eine Aufdachdämmung macht immer dann Sinn, wenn größere Sanierungsarbeiten am Dach des Hauses unvermeidlich geworden sind, oder das Dachgeschoss schon ausgebaut ist. Soll also das Haus eine neue Dacheindeckung erhalten, sind natürlich auch Überlegungen zu einer verbesserten Dachdämmung angebracht. Das gilt vor allem, wenn die letzte energetische Sanierung der Gebäudehülle bereits mehr als 10 Jahre zurück liegt.

Muss also die alte Dacheindeckung erneuert werden, oder soll der Dachstuhl angehoben werden um mehr Wohnraum im Haus zu schaffen, bietet sich die Aufdachdämmung aus mehreren Gründen für den Hausherren an.

Vorteile einer Aufdachdämmung

Gegenüber anderen Dachdämmvarianten ist die Aufdachdämmung in zwei Punkten klar im Vorteil. So kann Sie im Gegensatz zur Zwischensparrendämmung Vollflächig ohne Gefahr von Kältebrücken auf dem Dach verlegt werden. Außerdem kann bei Sanierung des Dachstuhls der Innenraum des Dachgeschosses oft erheblich geräumiger im Deckenbereich konstruiert werden, weil die Sparrenzwischenräume offen bleiben können, sollte man sich nicht für eine Kombination aus Aufdachdämmung und Zwischensparrendämmung entscheiden.

Nachteile einer Aufdachdämmung

Natürlich hat auch jede Dämmvariante seine Nachteile. So macht kostentechnisch eine Aufsparrendämmung grundsätzlich nur Sinn, wenn der Dachstuhl neu ist oder die Dacheindeckung erneuert werden muss. Dabei ist nicht der Dämmstoff an sich der Kostentreiber, sondern der relativ zeitintensive Aufwand zum Verlegen der Dämmkomponenten und das neue Eindecken des Daches durch einen Fachbetrieb.

Zweiter entscheidender Nachteil für viele Hausbesitzer ist das hohe technische Know How, das zur Montage einer Aufsparrendämmung Notwendig ist. Heimwerker und Amateure in Sachen Hausdämmung sollten grundsätzlich vom „Selbermachen" absehen. Eine Aufdachdämmung wird meist als Komplettsystem von den Herstellern angeboten und da macht es Sinn, dass ein Fachbetrieb bereits über Erfahrung mit den entsprechenden Komponenten sammeln konnte um auch ein dauerhaft funktionierendes System aufbauen zu können. Wer dennoch bei der Aufdachdämmung sparen möchte, kann meist nur bei der Demontage der alten Dacheindeckung, des Dachstuhls und der Entsorgung der alten Isolierung zwischen den Sparren tatkräftig mit anpacken.

 

Aufdachdämmung im Detail

Wie sieht nun konkret der Aufbau einer Dachdämmung aus und was muss beachtet werden? Der Nachfolgende Absatz zeigt einen Aufbau wie er üblicherweise genutzt wird, wenn der Dachstuhl komplett erneuert wurde und keine Zwischensparrendämmung zusätzlich gewünscht wird.

 

Von außen nach innen:
1. Dacheindeckung
2. Haltelattung und Konterlattung (entfällt bei Schiefer)
3. Alternativ dazu wird auch gerne einfach eine Unterspannbahn eingesetzt.
4. Dämmplatten (je nach Art mit OSP für Schiefer)
5. Dampfbremse (Stöße verklebt)
6. Schalung / Sparren (Aufdopplung)

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